Der Winter kommt, und plötzlich liegt die halbe WG flach. Schnupfen, Husten, Fieber – kommt dir das bekannt vor? Wer mit anderen zusammenwohnt, kennt das Problem: Erkältungen verbreiten sich blitzschnell. Doch das muss nicht sein. Mit ein paar einfachen Regeln könnt ihr euch alle besser schützen – ohne dabei zum Gesundheitsfanatiker zu werden.
1. Gemeinsame Hygieneregeln aufstellen
Das klingt simpel, macht aber einen riesigen Unterschied. Wenn jede:r in der WG weiß, worauf zu achten ist, sinkt das Ansteckungsrisiko deutlich.
- Hände regelmäßig waschen – mindestens 20 Sekunden mit Seife
- Husten und Niesen in die Armbeuge, nicht in die Luft oder die Hand
- Gemeinsame Flächen wie Türgriffe und Lichtschalter öfter reinigen
Kleiner Tipp: Ein Aushang im Flur mit den wichtigsten Punkten erinnert alle auf charmante Weise daran.
2. Lüften, lüften, lüften
Frische Luft hilft nicht nur gegen schlechte Stimmung, sondern auch gegen Viren. Die fühlen sich nämlich in trockener, verbrauchter Luft besonders wohl.
Am besten mehrmals täglich Stoßlüften, also alle Fenster 5–10 Minuten weit öffnen. Besonders morgens nach dem Aufstehen und abends vor dem Schlafengehen.
3. Persönliche Dinge bleiben persönlich
Geteilte Zahnpasta, gemeinsam genutzte Handtücher oder eine Gabel aus der Spüle? Lieber nicht. Solche kleinen Nachlässigkeiten führen oft zu großen Problemen.
- Jede:r nutzt ein eigenes Handtuch und Trinkglas
- Essbesteck und Geschirr nach jeder Benutzung sofort abspülen (oder in die Spülmaschine stellen)
- Kosmetik- und Pflegeprodukte nicht gemeinsam benutzen
Das klingt vielleicht ein wenig distanziert, schützt aber alle.
4. Isolieren, wenn jemand krank ist
Irgendwer hat’s dann doch erwischt? Dann heißt es: Rücksicht nehmen – und etwas Abstand halten. Auch wenn es nicht leichtfällt.
- Gemeinschaftsräume wie Küche oder Bad zeitlich getrennt nutzen
- Maske tragen, wenn Kontakt nötig ist
- Kranker sollte in seinem Zimmer bleiben, solange es geht
Ein heißer Tee vor der Zimmertür sagt manchmal mehr als ein Schulterklopfen.
5. Regelmäßige Reinigung in der WG planen
Ein strukturierter Putzplan hilft nicht nur gegen Streit, sondern auch gegen Keime.
- Küche, Bad und häufige Kontaktstellen mindestens einmal pro Woche gründlich putzen
- Reinigungstücher nach jeder Nutzung wechseln oder in die Wäsche geben
- Einmalhandschuhe beim Badputzen verwenden
Kurz gesagt: Mit klarer Absprache bleibt nicht nur der Boden sauber, sondern auch die Luft gesund.
6. Starke Immunabwehr durch gesunde Gewohnheiten
Viren hast du nicht immer unter Kontrolle – aber dein Immunsystem schon.
Sorgt gemeinsam dafür, dass ihr:
- ausreichend schlaft (mindestens 7–8 Stunden pro Nacht)
- abwechslungsreich und vitaminreich esst
- sich regelmäßig bewegt – auch ein Spaziergang an der frischen Luft zählt
Vielleicht startet ihr sogar ein gemeinsames Abendessen pro Woche mit viel Gemüse und Knoblauch – ein echter Virenkiller!
7. Frühzeitig handeln macht den Unterschied
Wer früh auf Symptome achtet, kann viel verhindern. Oft kündigt sich eine Erkältung schleichend an – und genau da lohnt sich aktives Handeln.
- Bei ersten Anzeichen (Halskratzen, Frösteln) direkt Tee, Ruhe und viel trinken
- Körperkontakt und enge Gemeinschaft eher vermeiden
- Wichtige Termine oder Events im Zweifel verschieben
Besser einen Tag ausruhen, als eine ganze Woche krank im Bett liegen.
Gemeinsam statt einsam durch die Erkältungszeit
Eine WG ist mehr als nur gemeinsames Wohnen. Es ist ein kleines Team – manchmal chaotisch, oft herzlich, immer lebendig. Wenn ihr euch alle an ein paar grundlegende Regeln haltet, bleibt die Stimmung gut und die Nasen frei.
Und wenn’s doch mal jemanden erwischt? Dann zeigt einander Rücksicht – und vielleicht bringt ja eine:r sogar Suppe ans Bett.




