Diese Versicherungen brauchst du wirklich

Versicherungen sind wichtig – aber nicht jede Police, die dir angeboten wird, ist auch sinnvoll. Viele Menschen zahlen jahrelang Beiträge für Dinge, die sie kaum brauchen. Dabei gibt es nur eine Handvoll Versicherungen, die wirklich unverzichtbar sind. Welche das sind und worauf du achten solltest, erfährst du hier.

Welche Versicherungen du wirklich brauchst

Es gibt bestimmte Risiken im Leben, gegen die du dich unbedingt absichern solltest. Diese Versicherungen schützen dich vor existenziellen finanziellen Schäden – also vor Situationen, in denen du ohne Versicherung vielleicht alles verlieren würdest.

1. Haftpflichtversicherung: Der absolute Pflichtschutz

Sie gehört zu den wichtigsten Versicherungen überhaupt. Denn wenn du anderen einen Schaden zufügst – ob aus Versehen oder durch Unachtsamkeit – haftest du mit deinem gesamten Vermögen.

  • Deckungssumme: Mindestens 10 Millionen Euro für Personen-, Sach- und Vermögensschäden
  • Kosten: Ab ca. 30–70 Euro im Jahr
  • Empfehlung: Für jede volljährige Person absolut notwendig

2. Berufsunfähigkeitsversicherung: Einkommensschutz für den Ernstfall

Was passiert, wenn du durch Krankheit oder Unfall deinen Job nicht mehr ausüben kannst? Die Grundsicherung vom Staat ist oft nicht ausreichend. Eine gute Berufsunfähigkeitsversicherung springt ab dem ersten Tag ein und zahlt dir eine vorher festgelegte monatliche Rente.

  • Wichtige Kriterien: Verzicht auf abstrakte Verweisung, Leistungen schon ab 50 % Berufsunfähigkeit
  • Kosten: Je nach Alter und Beruf ab ca. 40 Euro monatlich
  • Empfehlung: Vor allem für alle, die auf ihr Einkommen angewiesen sind

3. Krankenversicherung: Pflicht und Schutz zugleich

In Deutschland ist sie Pflicht – aber trotzdem wichtig zu erwähnen. Ob gesetzlich oder privat: Ohne Krankenversicherung bekommst du keine vernünftige medizinische Versorgung.

  • Gesetzlich: Beiträge richten sich nach dem Einkommen
  • Privat: Beitrag unabhängig vom Einkommen, aber abhängig vom Gesundheitszustand
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4. Risikolebensversicherung: Wenn du Familie hast

Vor allem dann wichtig, wenn du Kinder oder Partner hast, die von deinem Einkommen abhängig sind. Diese Versicherung zahlt im Todesfall einen festen Betrag an die Hinterbliebenen.

  • Empfohlene Versicherungssumme: Das Drei- bis Fünffache deines jährlichen Bruttoeinkommens
  • Kosten: Günstig bei jungen und gesunden Personen – ab ca. 5 Euro im Monat

Diese Versicherungen brauchst du nur in bestimmten Fällen

Einige Policen sind nicht immer nötig, können aber je nach Lebenssituation sinnvoll sein. Manchmal sind sie sogar in anderen Versicherungen enthalten.

1. Hausratversicherung

Sie schützt dein Hab und Gut zu Hause – also Möbel, Elektrogeräte, Kleidung – etwa bei Einbruch, Feuer oder Wasser. Wenn du eine teure Einrichtung hast oder zur Miete wohnst, kann sie sinnvoll sein.

2. Rechtsschutzversicherung

Sie übernimmt Anwalts- und Gerichtskosten – etwa bei Streit mit dem Vermieter oder nach einem Verkehrsunfall. Aber Achtung: Nicht jeder Fall ist abgesichert, und viele Policen decken nur bestimmte Bereiche wie Verkehrsrecht oder Arbeitsrecht ab.

3. Auslandskrankenversicherung

Wenn du oft reist, solltest du dich im Ausland zusätzlich absichern. Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt außerhalb Europas meist keine Kosten für Behandlungen oder Rücktransport.

  • Kosten: Schon ab 10 Euro pro Jahr für Einzelpersonen
  • Gültigkeit: Meist auf Reisen bis zu 6 Wochen begrenzt

Diese Versicherungen kannst du dir oft sparen

Manche Policen klingen praktisch, sind aber meist überflüssig oder viel zu teuer. Oft übernehmen andere Versicherungen die Schäden – oder du könntest sie im schlimmsten Fall selbst bezahlen.

1. Handyversicherung

Die Beiträge sind hoch, die Leistungen oft eingeschränkt. Schäden durch Eigenverschulden sind häufig ausgeschlossen. Bei älteren Geräten lohnt sich die Versicherung kaum.

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2. Reisegepäckversicherung

Teuer – und im Ernstfall zahlt sie nur selten. Viele Bedingungen schließen wichtige Schadensfälle aus. Bei Verlust ist meist die Airline oder dein Hausratversicherer zuständig.

3. Sterbegeldversicherung

Monatliche Beiträge über Jahre – für eine vergleichsweise kleine Auszahlung. Besser: Rücklagen bilden oder im Notfall eine Risikolebensversicherung nutzen.

Fazit: Weniger ist manchmal mehr

Eine gute Absicherung bedeutet nicht, so viele Versicherungen wie möglich zu haben – sondern die richtigen. Konzentriere dich auf das, was dich finanziell wirklich schützen kann: Haftpflicht, Berufsunfähigkeit, Krankenversicherung und Risikolebensversicherung (falls du Familie hast).

Alles andere hängt von deinem Lebensstil ab – und vom Budget. Grundregel: Versichere nur das, was du dir nicht leisten könntest, selbst zu ersetzen. Das spart nicht nur Geld, sondern auch Nerven.

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Clara T.
Clara T.

Clara T. ist Foodbloggerin und hat sich auf italienische Küche spezialisiert. Sie teilt ihre Geheimnisse für die perfekte Pizza und gibt Tipps zu den besten Zutaten. Clara liebt es, ihre Leser auf eine gastronomische Reise mitzunehmen.